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Der Text

 

Charakterisierung der Figuren - (Lilly Leindy)

Gebt euren Figuren Tiefen, Höhen, positive und negative Eigenschaften. Lasst einige von ihnen knurrig, andere ein bisschen verrückt und wieder die nächsten erstaunlich friedfertig sein. Sie sollten sich nicht allzu ähnlich sein. Niemand möchte ein Buch mit platten Charakteren lesen. Die Leser wollen in die Geschichte eintauchen und mit der Hauptfigur/den Hauptfiguren gemeinsam das Abenteuer bestehen. Dazu sollte der Charakter der Person möglichst ausgeprägt sein, sodass man sie sich gut vorstellen kann. Klischeehaftes sollte verhindert werden.

 

Charaktere: Namen erfinden - (A.R.T.)

Den richtigen Namen für einen Charakter zu finden, erweist sich oft als ein harter Brocken. Viele wollen, dass der Name den Charakter der Figur widerspiegelt, selbst wenn er keine oder eine dem Leser nicht bekannte Bedeutung hat – der Klang soll einfach zu den Eigenschaften des Charakters passen. Du merkst es oft gleich, wenn der Name zur Figur passt. Um Namen zu erfinden, mische Silben und Buchstaben, vielleicht auch abgeänderte Wörter aus dem Irischen, Lateinischen, Griechischen usw. Mir z.B. gefallen die irischen Wörter, die sich besonders als Namen für Fantasy-Geschichten eignen.
Das Durchstöbern eines Namenbuches bringt auch so einiges. Man kann Namen finden wie Arden, Sanetra, Gillian, Verita, Syra, ... diese Namen sind besonders für Fantasy geeignet. Oder kann man natürlich auch nach gewöhnlichen Namen suchen, die trotzdem ihren Reiz haben oder besonders zum Charakter passen.

 

Typische Fehler vermeiden - (A.R.T.)

1) Die Namen der Charaktere sollten sich nie ähnlich sein. Heißt z.B. der Übeltäter John und der Held Josh, kann es passieren, dass der Leser, der von dem Manuskript besonders gefesselt ist, John und Josh verwechselt und so die gesamte Handlung durcheinander bringt. Dann freut er sich, dass der Held gesiegt hat, obwohl es umgekehrt ist, und versteht nicht, warum die Heldin schluchzend neben dem Übeltäter hockt. *g*

2) Es passiert nicht selten, dass die Perspektive „verrutscht“. Erzählt man zum Beispiel gerade aus der Sichtweise des Königs XY, dann sollte man nicht zwischendurch einen Satz wie „seine Ohren waren so groß wie die eines Elefanten“ einfließen lassen, denn der König kann sich selbst nicht so sehen – es sei denn, man schreibt bspw.: „Der König war es gewohnt, dass seine Untertanen ihm zuerst auf die Ohren starrten – sie waren so groß wie die eines Elefanten.“ Wenn es mit den Gedanken, der Sichtweise des Königs zu tun hat und er sich dessen bewusst ist, kann man es einbauen.

3) Lange „Bandwurmsätze“ wie „Er zog nach langem Hin und Her mit seiner Tochter, die ihn als peinlich empfand, und Konflikten mit seiner Frau, die erst recht nicht mit ihm ausgehen wollte, wenn er solch ein ‚scheußliches Ungetüm’ trug, eine andere Krawatte an“ empfindet der Leser als störend. Stattdessen könnte man den Satz wie folgt umstellen: „Er zog nach langem Hin und Her mit seiner Tochter und seiner Frau eine andere Krawatte an. Seine Tochter empfand ihn als peinlich, und seine Frau wollte erst recht nicht mit ihm ausgehen, wenn er solch ein ‚scheußliches Ungetüm’ trug.“

 

Hinweise zu Computerzeichen - (A.R.T.)

1. Es werden deutsche Anführungszeichen („“) gesetzt, keine englischen (“”) oder französischen (»«).
2. Akzente (` oder ´) und diese Zeichen hier => ’ sind völlig verschiedene Sachen. Für Gedanken nimmt man (je nach Stil) entweder „“ oder eben ‚’ – nur keine Akzente.
3. Bindestriche müssen direkt auf das Wort folgen („Wort-“), Gedankenstriche müssen durch Leerzeichen von dem Wort davor und dem danach durch Leerzeichen getrennt sein („Ich fahre – wenn ich mal die Zeit habe – gerne Fahrrad“; „Sie schrie und schrie – doch bald ging ihr die Puste aus“).

 

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