Artemis Fowl - Eoin Colfer
Artemis Fowl
Eoin Colfer
(Rezension von Chrisi)
Die Erde ist es, die Magie dir schenkt,
Sei dankbar, dass sie sie zu dir lenkt.
Den magischen Samen hol an der Stell,
Wo sich treffen Vollmond, alte Eiche und gewundener Quell.
Dann vergrabe ihn in einem fernen Erdenstück,
So gibst du dem Boden das Geschenk zurück.
(Auszug aus Artemis Fowl)
Feen, Trolle, Elfen, Kobolde. Alles nur Hirngespinste der Menschen? Eoin Colfer liefert mit seinem ersten Band von Artemis Fowl eine einzigartige Lösung.
Artemis Fowl Junior ist gerade einmal zwölf Jahre alt, doch er ist auch das intelligenteste Kind in Irland und er hat große Pläne, die seinen Familienbesitz wieder aufbauen sollen. Die Fowls waren schon immer als Kriminelle bekannt, doch seit Artemis Senior verschwunden und Artemis’ Mutter Angeline deshalb verrückt geworden ist, stehen dem Jungen alle Mittel zur Verfügung, die er für seinen ersten waghalsigen Plan benötigt: Von einer alkoholabhängigen Fee erhält er die Bibel des Erdvolks, die ihm alle Geheimnisse der unterirdisch lebenden Fabelwesen verrät. Und so entführt er eine Elfe, in dem er sie bei ihrem magischen Ritual an der Erdoberfläche stört, und verlangt Lösegeld, was ihn prompt zum Staatsfeind Nummer Eins der Unterirdischen macht und ihm die ZUP (Zentrale Untergrund Polizei) auf den Hals hetzt … Aber der geniale Artemis denkt immer zwei Schritte voraus …
Eoin Colfer ist ein Meister in seinem Geschäft, das Schreiben. Er erfindet eine geniale Geschichte, die so ausgeklügelt ist, dass sie Artemis höchst persönlich hätte geschrieben haben können.
Artemis Fowl ist ein einmaliger Charakter, den man trotz seinen kalten Zügen und seinem Verbrecherinstinkt mögen muss. Er überrascht einen immer wieder, genauso wie er die ZUP verwirrt.
Und selbst als es um Leben und Tod geht, bleibt er der kühle Kopf und hat immer noch ein Ass im Ärmel …
Dieses Buch muss man gelesen haben, denn Colfers Charaktere sind so beeindruckend unterschiedlich, dass es schwer ist, sich wieder von Artemis’ Welt zutrennen.
List
242 Seiten
Die Stifthelden vergeben für so ein geniales Buch drei Stracciatellafrösche:



