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"Endymion Spring- Die Macht des geheimen Buches" von Matthew Skelton

 

 

 Endymion Spring-

Die Macht des geheimen Buches

von Matthew Skelton

(Rezension von Caro)

 

Ein Junge, ein geheimnisvolles Buch und ein Schatten, der nach der Macht über die Welt greift: Matthew Skelton rückt mit seinem farbenprächtigen Debütroman das Erbe Johannes Gutenbergs wieder in das Zentrum der phantastischen Jugendliteratur.

Blake ist wütend. Seit er seiner Mutter an das ehrwürdige St. Jerome´s College nach Oxford folgen musste, verbringt er die Nachmittage damit, auf seine altkluge Schwester Duck aufzupassen. Auf einem Streifzug durch die riesigen Bibliothekshallen des Colleges gerät ihm eines Abends ein seltsames Buch in die Hände: die vergilbten Seiten sind unbeschrieben, während auf dem verblichenen Ledereinband der merkwürdige Name Endymion Spring prangt. Aber wer ist Endymion Spring? Und weshalb fühlt Blake sich zunehmend beobachtete, seit er in Besitz des Buches ist? Immer mehr Beweise sprechen dafür, dass Endymion Spring Blake auserwählt hat, das Geheimnis der Drachenhaut, die schon Johannes Gutenberg auf seinem Weg zur Erfindung des Buchdrucks begleitete, zu hüten. Denn dieses Geheimnis allein birgt den Schlüssel zu einem Schatz, der das Wissen über die Welt mit dem göttlichen Wissen vereint: dem Buch der Macht. Blake und seine Schwester werden immer tiefer in die Jagd um dieses Buch hineingezogen. Nach einer Reihe atemberaubender Geschehnisse, in deren Verlauf der dunkle Schatten seinem Ziel unabdingbar näherzukommen scheint, stehen die Kinder und vor allem Blake vor der entscheidenden Frage: wem können sie noch trauen?

In seinem Debütroman Endymion Spring entwirft Matthew Skelton eine farbenprächtige Geschichte, die sich neben den Geheimnissen um Gutenberg nicht zuletzt liebevoll um einen jungen Helden rankt, der enger mit der Wirklichkeit konfrontiert wird, als ihm lieb ist. Skelton wechselt in kurzen Sprüngen zwischen der Mainzer Welt des 15. Jahrhunderts und der Englischen des 21. Jahrhunderts. Dabei kommen historisch belegbare Fakten genauso wenig zu kurz wie die gehörige Portion Fantasie, die es benötigt, um das Rätsel bezüglich der mysteriösen Drachenhaut zum Leben zu erwecken.

Endymion Spring ist besonders für Leser geeignet, die gerne auf das große Blutvergießen verzichten können und sich in lauen Herbst- und Wintermonaten mit einer Tasse Tee in ihren Armsessel zurückziehen wollen, um eine ruhige, jedoch durchaus ergreifende Geschichte zu genießen. Aufgrund seines unkomplizierten Sprachstils dürfte Endymion Spring auch für jüngere Leser gut geeignet sein.

Deutsche Erstausgabe
Hanser Verlag
432 Seiten

 

Die Stifthelden vergeben für diesen phantasievollen Roman drei Stracciatellafrösche (hier sei angemerkt, dass ich eigentlich dreieinhalb geben wollte. Aber es erscheint mir dann doch sehr grausam, einen Frosch in zwei Teile zu schneiden. Auch wenn es ein Stracciatellafrosch ist... Sämtliche Biolaboranten dürfen sich hiermit gerüffelt fühlen.)

  

(Rezension von Caro)
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