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Weiblich, ledig, untot - Mary Janice Davidson

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"Weiblich, ledig, untot"

von Mary Janice Davidson

(Rezension von A.R.T.)

 

Betsy, blonde schuhverrückte Sekretärin, hat eine Pechsträhne: Erst verliert sie ihren Job, dann gerät sie vor ein Auto und stirbt.
Doch kurz darauf wacht sie im Beerdigungsinstitut wieder auf. Nach einigen gescheiterten Versuchen, sich um die Ecke zu bringen, muss sie einsehen, dass sie untot ist. Sie sieht das als neue Chance an und sagt ihren Liebsten Bescheid. Die zeigen vordergründig abwegige und sinnwidrige Reaktionen: Die Schwiegermutter ist sauer, weil auffliegt, dass sie Betsys Schuhe an sich gerissen hat, der Vater hat Angst und versinkt weiter in Depressionen, die Mutter zeigt eine Reaktion à la: "Du bist ein Vampir? Aha. Schön dich wiederzuhaben."
Authentischer fand ich da die Reaktion ihrer besten Freundin (die, um eventuelle Plot-Schwierigkeiten zu umgehen, nützlicherweise noch Multimillionärin ist), die ganz aus dem Häuschen ist.
Das Bluttrinken erzeugt in ihren männlichen "Opfern" eine Art Suchterscheinung. Bei dem schwulen Marc, den sie vor dem Selbstmord rettet, ist das allerdings etwas anderes, wobei ich die erste Begegnung der
beiden sehr, sehr merkwürdig fand.

Betsy will wie gewohnt ihr Leben weiterführen, doch das kann sie vergessen.
Die einen Vampire haben es auf sie abgesehen, die anderen sehen sie als ihre neue Vampirkönigin an, da sie zum Beispiel anders als gewöhnliche Vampire Kreuze und Sonnenlicht verträgt.
Zu den "Guten" gehört auch der ach-so-attraktive, aufdringliche und arrogante Sinclair, dessen plumpe Anmache Betsy gleichzeitig abstößt und anzieht.
Gemeinsam wollen sie es also angehen, den mächtigen bösen Vampir, der anderen Vampiren die Seelen klaut (nein, wie böse!), zu besiegen.

Fazit: Davidsons Erstlingswerk ist leider nicht das gewesen, was ich erwartet hatte. Manchmal waren die Situationen schon sehr grenzwertig, sodass ich fast das Buch zugeklappt hätte. Außerdem war mir der männliche Hauptdarsteller sehr unsympathisch. Einige Lacher gab es dennoch. Gefallen hat mir, dass Betsy nicht die typische Protagonistin ist, die sich jede Anmache gefallen lässt und dem wirklich sehr aufdringlichen Sinclair auch mal gehörig die Meinung geigt. Ihre störrische und teilweise sehr "blonde" Art hat allerdings auch mal sehr gestört.

Außerdem gab es sich immer wiederholende Phrasen, und einige Lücken waren im Plot, die mit weit hergeholten Erklärungen à la "Das weiß niemand so genau" nachlässig gestopft wurden, was ich sehr schade finde. Aus der Kombination Chick-Lit/Vampirgeschichte hätte man sicherlich mehr machen können.


Die Stifthelden vergeben für diesen Roman zwei Sterne.

 

(Rezension von A.R.T.)

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