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Tipps

 

Textkritik - (A.R.T.)

Bevor du dein Manuskript verschickst, solltest du es überarbeiten. Für den ersten "Durchlauf" an deinem Manuskript solltest du grob nach Rechtschreibfehlern und schlechten Formulierungen schauen.
Vor dem Versand an einen Verlag sollte das Manuskript dann auch kritisch überprüft werden. Hier wichtige Standpunkte für dich oder den Kritiker an deinem Text:

  1. Ist die Idee interessant?
  2. Sprache, Stil und Rechtschreibung
  3. Sind die Personen lebhaft, kann man sie sich gut vorstellen?
  4. Sind manche Passagen in die Länge gezogen oder zu kurz?
  5. Fehlt hier und da eine Beschreibung, würde man gerne mehr über etwas wissen?
  6. Ist das Ende gut?
  7. Wie ist der Titel (falls vorhanden)? Passt er zur Handlung, spricht er an, verspricht er zu viel (oder zu wenig)?

 

Was gehört alles in die Bewerbung bei Verlagen und Agenturen? - (Caro)

Neben dem Exposé solltet ihr ein kurzes Anschreiben, eine Kurzvita (gegenbenenfalls mit einer Auflistung eurer bisherigen Veröffentlichungen) mit dem Schwertpunkt auf eurem literarischen Werdegang und eine Textprobe von auf keinen Fall mehr als 30 Manuskriptseiten einschicken. Für gewöhnlich lesen die Lektoren nicht mehr als ein bis zwei Seiten. Das wiederum bedeutet für euch, dass die Passage, die ihr einschickt, sehr aussagekräftig sein sollte. Sie muss nicht zwangsweise vom Anfang des Buches sein, allerdings werden solche Absätze meistens bevorzugt. Hier gilt wie immer die Regel: geht auf die Homepage des Verlage/der Agenturen und schaut, was genau die haben wollen. Im Normalfall steht sogar der gewünschte Umfang der Probekapitel dabei.
Sowohl Exposé als auch Probekapitel benötigen ein Deckblatt. Auf beiden sollten euer Name, eure Anschrift, der Titel des Werkes, die (geplante) Seitenanzahl sowie Email- und Telefonnummer vermerkt sein. Auch jede einzelne Seite der Probekapitel sollte in der Kopfzeile euren Namen und die Anschrift beinhalten.

 

"Manuskript: Wie formatiere ich es?" oder "Die Normseite" - (Lilly Leindy)

Um dein Manuskript bei einem Verlag einreichen zu können, muss es der Norm entsprechen. Kein Lektor macht sich die Mühe, ein Buch in Schriftgröße 7 1/2 oder in Handschrift zu lesen. Auch wenn es in deinen Augen schick und ordentlich aussieht, heißt das noch lange nicht, dass es perfekt ist. Um eine Seite zur Normseite zu machen, klickst du in deinem Word-Dokument auf den Punkt `Datei´ und auf den Unterpunkt `Seite einrichten´. Es erscheint ein Fenster mit vier kleinen Feldern, die den Randabstand anzeigen. Oben und unten gibst du `3,7´, links `3´ und rechts `6,3´ ein. Wähle den Zeilenabstand 'doppelt' (bei Microsoft 2000 klicke auf "Genau" und gib dann "24 pt" ein). Das sieht zu Anfang seltsam aus, hat jedoch seine Richtigkeit. Der Lektor muss Randbemerkungen machen und Fehler kennzeichnen können, was ihm durch den genügenden Platz auf der rechten Seite des Blattes ermöglicht wird. Als Schrift solltest du `Arial´ wählen. Die Schriftgröße muss 12 betragen. Das ist eine Normseite. Wenn nun alle deine Seiten so formatiert sind, hast du schon den ersten Schritt geschafft.

Hier findest du Normseiten-Vorlagen für Word:

Word 97-2003 (.dot)

Word 2007      (.dotx)

 

Exposé: Wie es aussehen kann - (Caro)

Viele Agenturen bzw. Verlage wollen das Exposé ebenfalls im Normformat, d.h. in den Maßen, die Lilly schon beschrieben hat. Allerdings findet sich zum Formalen eines solchen Exposés zumeist ein Hinweis auf den Websites der Verlage/Agenturen.
Was ist ein Exposé: ein Exposé soll dem Lektor einen knappen, aber informativen Überblick über deinen Text geben. Es beinhaltet eine Inhaltsangabe, gegebenfalls (vor allem bei Fantasy) eine Klärung des Romankontextes, eine knappe Beschreibung der Hauptcharaktere und Angaben über (voraussichtliche) Länge, Erzählsituation, Zielgruppe und natürlich Art des Romans (also Fantasy, Horror, Autobiographie etc...),Schauplätze und (eventuell) einen Vermerk, ob ein Nachfolgeband geplant ist.
Denkt daran (und das ist mit das Wichtigste!), dass euer Exposé so knapp wie möglich sein muss. Kein Lektor wird sich durch einen Beschreibungstext wühlen, der mehr als fünf Seiten umfasst. Hierbei gilt: je kürzer, desto besser. Schließlich sollen die Lektoren nicht von der Länge des Exposés abgeschreckt werden.
Auch geht es nicht darum, eine Lobeshymne auf das eigene Manuskript zu singen. Schreibt in sachlichem und vor allem sprachlich hochwertigen Stil. Das Exposé gilt als Aushängeschild für euer schriftstellerisches Talent! Ist es schlecht, wird sich ein Lektor wohl kaum dazu bewegen lassen, die Probeseiten zu lesen. Auch solltet ihr nicht versuchen, etwaige Schwächen eures Buches schön zu reden. Dann überarbeitet das Buch lieber im Voraus und schickt irgenwann die verbesserte Fassung ein.
Achtet darauf, dass bei den Verlagen täglich mehrere hundert Manuskripte einflattern. Euer Exposé sollte also aufzeigen, was gerade euer Buch von den vielen anderen unterscheidet, und warum es sich für den Verlag lohnen würde, es zu verlegen. Erklärt (am besten im Anschreiben), warum ihr gerade diesen Verlag anschreibt, ob das Buch möglicherweise schon in eine beim Verlag laufende Buchreihe passt etc.
Dass es nur von Vorteil sein kann, wenn ihr euch im Vorfeld über einen direkten Ansprechpartner bei den Agenturen/Verlagen erkundigt, hat Thomas Finn ja schon gesagt. Dazu könnt ihr euch entweder im Internet oder über die Telefonzentrale der Verlage Informationen holen.

 

Impressum - (Maija)

Die Informationen über einen Verlag - Adresse, Ansprechpartner - Telefonnummern etc. - findet ihr im Impressum, das sich auf jeder Page befinden muss.
Meist ist es ganz unten auf der Seite oder ganz oben, da dann oft rechts.
Oder ihr findet es bei den Links ganz oben oder unten.
Da sein muss es auf jeden Fall. Falls es je fehlen sollte, könnt ihr euch gleich wieder ausklicken, denn dann ist die Seite mit Sicherheit nicht seriös.

 

Druckkostenzuschuss - Ist es normal, dass ich die Kosten einer Veröffentlichung tragen soll? - (Lilly Leindy)

Wenn ein Verlag von dir eine Geldsumme verlangt, die du zur Veröffentlichung deines Buches beisteuern sollst, solltest du sofort die Finger davon lassen. Ein seriöser Verlag verlangt kein Geld von seinen Autoren! Die unseriösen erklären dir scheinbar verständlich, dass das Geld zur Risikoteilung eingesetzt wird. Außerdem überschütten Sie dein Werk meist mit großem Lob, was natürlich jeder angehende Autor gerne hört. Selbst wenn du das Geld hast, das ein solcher als DKZ (Druckkostenzuschuss) bezeichneter Verlag von dir verlangt, solltest du es niemals in eine solche Sache investieren. Erstens kannst du dabei einen riesengroßen Verlust erleiden und schon in jungen Jahren Schulden machen. Zweitens wirst du nach einer solchen Veröffentlichungen in den allermeisten Fällen nicht mehr von einem seriösen Verlag angenommen. DKZ-Verlage erkennst du außerdem meistens durch verdächtige Anwerbungen von Schriftstellern, z.B. so etwas wie: `Wir wollen Sie als Autor´ o.ä. Seriöse Verlage haben es nicht nötig, Autoren zu suchen. Autoren suchen Verlage, nicht andersherum. Also Hände weg vom DKZ.

 

Books on Demand (BoD) - (dunkelbunt)

Zu Deutsch "Buch auf Bestellung". Das Buch ist elektronisch gespeichert und wird nur bei Bedarf gedruckt, scheint also ideal zu sein für Anfänger, die für große Auflagen noch nicht reif sind. Der literarische bzw wissenschaftliche Ruf ist allerdings mehr als zweifelhaft, da bei unabhängigen Verlegern das Lektorat und auch die sonstige Bearbeitung und Korrektur des Buches sehr mangelhaft ausfallen kann. Genau wie DKZ ist diese Art des Buchverkaufes nicht sehr angesehen und vor allem bei wissenschaftlichen Büchern mehr als bedenklich.

 

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