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Humor

die sau (Heather)

Eines Tages stand ich im Stau,
dort traf ich eine fette Sau.
Sie fragte mich "Oh hast du Geld",
ich sagte "nein" das es mir fehlt.
Die Sau sah mich dann fragend an.
"Das heisst du kommst an dein Geld nicht ran?"
Ich sagte nein das Leben ist mies,
du arbeitest und doch geht alles schief.
Da hörte ich die Sau nur noch brüllen
und sah sie einen Scheck ausfüllen.
Hier nimm das, sagte sie zu mir,
ich hab das Geld und bin doch nur ein Tier.
Ich saß verdutzt in meinem Wagen,
Ne Sau gab mir Geld, das konnt ich nicht ertragen.
Ich fragte sie wer bist du nur,
die Sau sagte " Ach ich fahr zur Kur".
Schon war der Stau vorbei,
die Sau führ weg, unser Gespräch vorbei.
Als ich endlich zu hause ankamm,
war mein Gehirn vom denken so lahm.
Ich suchte mir gleich einen Doktor raus,
der macht der Störung den gar dann aus.
Der Doktor gab mir Pillen bunt,
sie versanken alsbald in meinem Schlund.
Doch war der Scheck noch in meiner Hand
todesmutig ging ich zur Bank.
Dort bekam ich das Geld von der fetten Sau,
ich war doch nicht dumm, doch ein wenig schlau.
Schweinefleisch essen konnt ich nie wieder,
und wenn ich ehrlich bin auch kein Gefieder.
Die Pillen vom Doktor nehm ich nicht mehr,
mein Bankonto ist auch nicht mehr leer.

 

Der Anrufbeantworter (Maija)

Da wollt' ich doch neulich telefonieren
mit einer Firma für Baubedarf.
Ich wählte die Nummer mit den zwei Vieren
am Ende und überlegte scharf,
was bei Herrn Mayer zu baulichen Zwecken
ich ordern wollte für unser Haus
an Ziegeln, Holz und Gipsmehlsäcken.
Doch bei dem, was aus dem Hörer klang 'raus,
blieb mir das Wort im Halse stecken:
"Hier spricht der Telefonautomat (Hier: Beim lauten Vortrag Nase zuhalten)
der Firma Mayer-Ökobau,
sprechen Sie, wenn es getutet hat."
Mein Blick, dünkt mich, war nicht sehr schlau.
Das Tuten kam, dann blieb es stumm,
ich druckste hin, her und herum:
"Öh ... äh ... äh ... öh, hier Weitenmann,
ich ... öch, ähm ... hm, bestelle dann,
das heißt ... ich wollte ... dachte mir",
verzweifelt griff ich zum Papier,
worauf vorsorglich und genau
geschrieben stand, was meine Frau
an Material – samt Isowatte –
für's Tiefgeschoß errechnet hatte.
"Ähem ... nun also", fuhr ich fort,
da fiel die Stimme mir ins Wort:
"Wir danken, lieber Kunde, sehr, (Hier: Beim lauten Vortrag Nase zuhalten)
und brauchen Sie dergleichen mehr,
so ist Ihr Anruf uns willkommen!"
So sprach's! Ich legte ganz benommen
den Hörer nebens Telefon.
Da quäkte draus es fröhlich schon
erneut mit altbekannten Worten,
die tückisch sich ins Ohr mir bohrten:
"Hier spricht der Telefonautomat (hier: Beim lauten Vortrag Nase zuhalten)
der Firma Mayer-Ökobau.
Sprechen Sie, wenn es getutet hat!"
Im Magen wurde mir ganz flau.
Schnell preßte ich den Hörer ans Ohr
und stieß mit heiserer Stimme hervor:
"Hier Weitenmann, Herr Ökobau,
äh Mayer, oder vielleicht Frau?
Nun, wie dem sei, ich brauch' ... Moment ...
ich brauch, ich brauch ... ach ja, Zement
und Ziegelsteine jede Menge,
und auch mit Holz sind wir sehr enge
und ja ... bis wann ...", da tönten schon
die Worte aus dem Telefon:
"Wir danken, lieber Kunde, sehr, (hier: Beim lauten Vortrag Nase zuhalten)
und brauchen Sie dergleichen mehr,
so ist Ihr Anruf uns willkommen."
Ich hab' den Hörer fest genommen
und wartete! Und wie vermutet,
hat es zum drittenmal getutet,
worauf ich diesmal ganz gemach
zum Apparate dieses sprach:
"Hier spricht ein Mensch durchs Telefon
- und nicht ein Apparat -,
der eigentlich, das glaub' ich schon,
ein Recht auf Antwort hat.
Wenn dieses Recht beschnitten wird
durch seelenloses: Tuut,
dann legt der Mensch den Hörer auf!"
Sprach's!
Tat's!
Und fühlt' mich gut.
Bei Mayer kaufte ich nicht mehr
seither!

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