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Leid

VERGESSEN! (IcePrincess)

Ihr Blick ist nach oben gerichtet,
ihr Mund ist weit geöffnet.
Soweit als wolle sie schreien.
Sie tastet zaghaft und mit karger Kraft ihre Bettkante ab,
sie sucht eine Hand die sie beschützt.
Eine Pflegerin kommt herein,
setzt sich leise zu der alten Dame und berührt ihre Hand.
Die alte Dame möchte sie greifen,
doch sie schafft es nicht.
Es vergehen Minuten und ihre Lage verändert sich nicht,
alles was die Pflegerin tut ist ihre Hand halten.
Die Hand, die ihrige suchte.
Nach einer Stunde schläft die ältere Dame ruhig ein,
Angehörige werden benachrichtigt.
Diese dürfen ihre Verwandte ein letztes Mal sehen.
Die Zeit heilt Wunden sagt man sich,
doch bald wird diese alte Dame durch die Zeit nur
VERGESSEN!

 

Seemann (Heather)

Während melancholische Menschen,
allein am Ufer sitzen.
Der Wind die Wellen bricht,
sitzt ein einsames Geschöpf,
der Trauer gleich,
blickt leise durch ihre dunkelen Augen
und weint.
Das Rauschen des Meeres erhascht die Tränen,
bringt sie weg,
an einen fernen Ort.
Einzig die Möwen scheinen das rauhe,
das Meer,
zu besiegen.
Das Geschöpf wird verschlungen
von Tiefe.
Einsame Seemänner flicken
die Netzte,
singen noch lange,
singen ihr nach.

 

Ballade der Schwermut (Heather)

In trüber blasser grauer Stimmung,
singe ich mein Lied an dich.
Sing so laut bis meine Atmung
an dem eignen Schmerz zerbricht.

Singe dir von schlimmen Tagen,
leblos wilder Einsamkeit.
Stell dir so noch tausend Fragen
bring dich an die Grausamkeit.

Sitze hier und weine Meere,
sing dabei mein Leben raus.
Erzähl dir so von tiefer Leere
die in mir lebt jahrein, jahraus.

Wähle fast nur sanfte Laute,
will nicht dass du Tränen spürst.
Wünschte mir, dass ich mich traute,
das zu löschen, was das du schürst.

Ich sing so laut bis meine Kehle,
nichts mehr außer Taubheit trägt.
So dass die Pein das Herz verfehle,
Trauer nicht mein Ich zerschlägt.

Bin hier schon seit vielen Stunden,
singe so fast Nacht um Nacht.
Habe dich doch nie gefunden,
kämpft allein so meine Schlacht.

Denn die Töne treffen Leben,
niemals aber totes Sein.
Würd so gern dein Lied erleben,
doch nur Schatten ist noch dein.

In trüber blasser grauer Stimmung,
sang ich dir mein Lied daher.
Sang so laut, dass meine Atmung,
für das Leben wurd zu schwer.

 

Trauer (Monalisa)

Sie überdeckt mich.
Liegt auf mir wie Staub wie Staub.
Wiegt auf mir wie schwerer Sand.
Umklammert meine Brust wie ein eiserner Ring.
Ich komme nicht mehr frei.
Schaffe ich den Ausbruch noch?

Du kommst nie wieder.
Wie soll ich das verkraften?
Dein Bild halte ich in der Hand,
doch es ist nicht dasselbe.

Geh an deiner Ruhestätte vorbei.
dann kommen mir die Tränen.
Spreche ein Gebet für deine Seele
und gehe traurig wieder.

 

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