Prosa
Alecto (Caro)
Der Gang war dunkel. An seinen Wänden zischten und flackerten die Flammen der Kerzenhalter, rußten gegen die Glashäubchen und vermochten die Dunkelheit nicht zu vertreiben. Wie eine zähe Masse klebte sie in den Mauernischen, legte sich über mich, während die Dielen unter meinen Füßen ächzten.
Ich atmete flach.
Der schmale Türspalt, von dem aus ein schwacher Lichtschein in den Korridor flutete, nahm deutlichere Umrisse an. Eine Tür aus mit Gravuren und Ornamenten versehenem Ebenholz schälte sich aus der Schwärze. Sie schien schwer zu sein, aber dennoch knarrte sie in den Angeln. Mein Herz begann schneller zu schlagen. Ich streckte den Arm aus… meine Finger zitterten in der Luft wie Zweige, durch die der Herbstwind fuhr. Dann spürte ich die Kühle der Messingklinke auf der Haut. Die dunkle Farbe darauf war beinahe zur Gänze abgeblättert. Wunden gleich schimmerte das Metall zwischen meinen Fingern hindurch.
Ein Flüstern ließ mich zusammenfahren. Es war dieselbe Stimme, die meinen Schlaf gestört hatte. Ihr dumpfer Widerhall war nicht mehr als ein Wimmern. Kläglich, ersterbend. Für einen Moment wich ich zurück. Plötzlich kroch die Angst über meinen Rücken- der Lichtschimmer jenseits der Tür war für den Bruchteil einer Sekunde unterbrochen worden! Es war als wäre etwas hindurch gehuscht… Dann, so plötzlich wie sie vertrieben worden war, senkte sich die Ruhe wieder über den Gang. Auch aus Onkel Alectos Schreiberzimmer drang nun kein Laut mehr.
Ich straffte mich, atmete tief ein und stieß den Knauf von mir weg.
Das Licht schwappte so hell über mein Gesicht, dass ich einen Arm geblendet vor die Augen hob. In dieser Haltung hervorspähend, erstarrte ich.
Onkel Alecto hatte mir den Rücken zugewandt. Er stand vor der Schrankwand aus mahagonifarbenem Holz direkt gegenüber der Tür. Sein Kopf war gesenkt, während ihm das wie von Frühreif überzogene, grau- strähnige Haar wirr über den Morgenmantel fiel. Sein leises Wimmern wehte erneut durch den Raum.
Ich schob die Tür vollends auf und ließ den Messingknauf los.
„Onkel…?“, hörte ich meine Stimme unterhalb des Kronleuchters verklingen.
Langsam drehte er sich um. Sein stoppeliger Bart schimmerte silbrig gegen das Licht, als er eine in winzige Förmchen unterteilte, bräunliche Packung empor hielt.
„Oh Liebes…“, schluchzte er. „Ich habe die ganze Schokolade gegessen.“
Der Gang war dunkel. An seinen Wänden zischten und flackerten die Flammen der Kerzenhalter, rußten gegen die Glashäubchen und vermochten die Dunkelheit nicht zu vertreiben. Wie eine zähe Masse klebte sie in den Mauernischen, legte sich über mich, während die Dielen unter meinen Füßen ächzten.
Ich atmete flach.
Der schmale Türspalt, von dem aus ein schwacher Lichtschein in den Korridor flutete, nahm deutlichere Umrisse an. Eine Tür aus mit Gravuren und Ornamenten versehenem Ebenholz schälte sich aus der Schwärze. Sie schien schwer zu sein, aber dennoch knarrte sie in den Angeln. Mein Herz begann schneller zu schlagen. Ich streckte den Arm aus… meine Finger zitterten in der Luft wie Zweige, durch die der Herbstwind fuhr. Dann spürte ich die Kühle der Messingklinke auf der Haut. Die dunkle Farbe darauf war beinahe zur Gänze abgeblättert. Wunden gleich schimmerte das Metall zwischen meinen Fingern hindurch.
Ein Flüstern ließ mich zusammenfahren. Es war dieselbe Stimme, die meinen Schlaf gestört hatte. Ihr dumpfer Widerhall war nicht mehr als ein Wimmern. Kläglich, ersterbend. Für einen Moment wich ich zurück. Plötzlich kroch die Angst über meinen Rücken- der Lichtschimmer jenseits der Tür war für den Bruchteil einer Sekunde unterbrochen worden! Es war als wäre etwas hindurch gehuscht… Dann, so plötzlich wie sie vertrieben worden war, senkte sich die Ruhe wieder über den Gang. Auch aus Onkel Alectos Schreiberzimmer drang nun kein Laut mehr.
Ich straffte mich, atmete tief ein und stieß den Knauf von mir weg.
Das Licht schwappte so hell über mein Gesicht, dass ich einen Arm geblendet vor die Augen hob. In dieser Haltung hervorspähend, erstarrte ich.
Onkel Alecto hatte mir den Rücken zugewandt. Er stand vor der Schrankwand aus mahagonifarbenem Holz direkt gegenüber der Tür. Sein Kopf war gesenkt, während ihm das wie von Frühreif überzogene, grau- strähnige Haar wirr über den Morgenmantel fiel. Sein leises Wimmern wehte erneut durch den Raum.
Ich schob die Tür vollends auf und ließ den Messingknauf los.
„Onkel…?“, hörte ich meine Stimme unterhalb des Kronleuchters verklingen.
Langsam drehte er sich um. Sein stoppeliger Bart schimmerte silbrig gegen das Licht, als er eine in winzige Förmchen unterteilte, bräunliche Packung empor hielt.
„Oh Liebes…“, schluchzte er. „Ich habe die ganze Schokolade gegessen.“
Der Rohdiamant (Caro)
Zwei Männer standen vor dem Schreibtisch. Sie befanden sich allein in einem kleinen schäbigen Zimmer, dessen Wände von voll gestopften Regalen bedeckt waren. Eine verstaubte Lampe baumelte von der rissigen, eidottergelben Decke.
"Guter Stoff?", fragte der größere der beiden. Nervös fuhr er sich durch das spärliche Haar. Er war ausnehmend dünn und die tief liegenden, kugelfischgleichen Augen zuckten in den Höhlen.
"Der beste", antwortete sein Gegenüber. Prüfend musterte er die Ware.
Der Große drehte sich rasch zur Tür um. Sie war nur angelehnt. Er eilte durch den Raum und drückte sie vorsichtig ins Schloss. Zuvor jedoch spähte er in beide Richtungen des Ganges.
"Haben Sie auf Verfolger aufgepasst?", fragte er an den Schreibtisch zurückgekehrt.
"Nichts. Es hat niemand etwas bemerkt. Wann gedenken Sie, den großen Coup zu landen?"
"Schhhh!", raunte der Große. Zunehmend nervöser riss am Krawattenknoten um seinen Hals. "Sind Sie verrückt, so laut zu reden? Wenn jemand heute davon Wind bekommt… wenn die Qualität dieser Ware offenkundig wird… dann können wir alles vergessen!"
Der Kurze schüttelte kaum merklich den Kopf, schwieg jedoch. Mit angehobenen Brauen verfolgte er, wie sein Partner über den Gegenstand auf dem Schreibtisch strich. Sanft, als hielte er etwas außergewöhnlich Kostbares in den Händen, klappte der Cheflektor den Deckel auf. Das druckfertige Manuskript schimmerte wie ein Rohdiamant im Schein des spärlichen Lichts.
Deine Elisha (von Chrisi)
„ ...Wenn du kommst, werde ich dich erwarten. Ich verspreche es dir. An einem anderen Ort werden wir uns treffen Ich weiß nicht, was uns genau erwartet, doch eines ist sicher: Lasse es nicht zu schnell geschehen. Vielleicht kennst du mich dann nicht mehr. Aber ich werde dich immer erkennen, denn du lebst in meinem Herzen. Es schlägt nur für dich. Das darfst du nicht vergessen. Ich liebe dich...“
Sie hatte die Augen geschlossen und starrte in die Dunkelheit. Es war zu Ende. Sie hatte es beendet. Er würde das nicht verstehen, aber es war nötig gewesen.
Die Kerze vor ihr ließ dicke rote Punkte in ihrem Blick erscheinen. Es war ihr Blut. Es floss durch ihren Körper. Doch nicht mehr lange.
„ ...Auch wenn es das Einzigste ist, was ich mir wünsche. Es durfte nicht sein. Aber eines weiß ich ganz genau. Irgendwann werden wir uns wiedersehen. Nicht hier und nicht heute. Es wird alles anders sein. Aber eines würde sich nicht ändern...“
Ein einziges Mal noch tief durchatmende öffnete sie ihre Augen und schaute auf das weiß glänzende Papier vor sich. Es sah perfekt aus.
„ ...Es war nicht vorherbestimmt. Wir können uns dem Schicksal nicht wiedersetzen...“
Mit zittriger Hand strich sie über das glatte Papier. Alles würde funktionieren, so wie sie es geplant hatte. Obwohl sich ihr ganzer Körper dagegen sträubte.
„ ...Bitte verzeihe. Ich weiß, du wolltest mich hindern. Aber ich konnte nicht bleiben. Es musste getan werden, glaube mir. Es gab keinen anderen Ausweg. Es hätte keine Zukunft gegeben für uns. Egal was wir unternommen hätten...“
Vorsichtig umklammerte sie den Füller und fuhr mit ihrer Hand zum Ende des Blatts.
Der letzte Punkt musste gesetzt werden. Die letzte Station in ihrem Leben. Langsam senkte sich die Spitze des Füllers und die blaue Tinte wurde von dem Blattgewebe aufgesogen.
Es entstand ein zackiger Stern, der ihre letzten Worte eingrenzte. Ihre letzten Gedanken.
„Nun ist es soweit. Ich weiß, du wirst diesen Brief nicht erwarten, doch ich musste mich verabschieden. Wahrscheinlich kannst du es niemals verstehen. Ich selbst, wünschte ich könnte es anders verhindern. Aber bitte höre mir jetzt zu. Wenn du das hier liest, werde ich nicht mehr bei dir sein. Ich kenne dich zu gut, sodass ich nicht behaupten kann, alles würde gut. Du weißt, was ich immer vermutet habe. Du wolltest es nie wahr haben...“
„Lieber Leonard...“
Armer Irrer (Lilly Leindy)
Moritz atmete noch einmal tief ein, bevor er die letzte Tür auf der linken Seite öffnete und mit einem höflichen, knappen Gruß eintrat. Die Gruppe war bereits vollzählig versammelt. Sie starrten ihn an wie einen bunten Hund, was er ja gewohnt war, jedoch immer noch nicht sonderlich guthieß. Umständlich nahm er einen personenfreien Stuhl von der Wand, drängte ihn mit Ächzen und Mühe in den präzise runden Kreis und ließ sich mit einem zufriedenen Aufseufzen auf die Kante fallen.
Der ihm direkt gegenübersitzende Mann zog zwar eine der beiden erschreckend buschigen Augenbrauen in die Höhe, reichte Moritz jedoch wortlos einen Button sowie einen Kugelschreiber. Nickend kritzelte dieser seinen Namen darauf und steckte ihn an die linke Brusttasche, wie er es bei den anderen Gruppenmitgliedern gesehen hatte. Nachdem er endlich sein schlecht angepasstes Toupet dahin zurückgeschoben, wo es hingehörte, und sich entspannend geräuspert hatte, faltete er die Hände auf seiner schwarzen Lederhose und betrachtete den Gruppenleiter aufmerksam.
„Stellen wir uns doch erst einmal einander vor,“ verlangte dieser spitz. „Nachdem wir die kleine Verzögerung gewissermaßen … Egal, stellen wir einander vor.“
„Ich bin Gerhard und meine Frau schickt mich hierher, weil ich ihr Zuhause auf die Nerven falle.“ erklärte ersterer verschämt.
„Ich bin Reiner und ich mag diese kleinen Aufkleber mit Strichcodes, die immer auf den Fleischverpackungen kleben,“ berichtete der zweite mit einem Aufglänzen in den Augen. „Ich sammle sie und klebe sie über mein Bett. Nachts habe ich einen Sternenhimmel aus Fleischstrichcodes. Man mag sich nicht vorstellen, wie ungemein entspannend das nach einem harten Arbeitstag sein kann.“
„Lebkuchen.“ grunzte ein dicklicher Mann, auf dessen Button unleserlich `Manfred´ geschrieben stand.
„Definiere Lebkuchen.“ verlangte der Gruppenleiter ernst.
„Lebkuchen halt.“
„Sehr schön. Weiter?“
„Ich bin Karl, und ich bin heute hier, weil ich so wortkarg bin. Wisst ihr, das ist etwas, das mich schon in meiner Kindheit zeichnete. Ich rede einfach nicht gern. Eigentlich rede ich nie. Auf Fragen antworte ich immer nur eintönig und manchmal spreche ich mehrere Wochen nicht. Deswegen bin ich auch so ungesellig. Und viele Freunde habe ich auch nicht. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich so wortkarg bin. Zumindest vermute ich das. Aber dann sind sie selbst Schuld, nicht wahr? Also, ich bin ja nicht immer sooo dermaßen wortkarg wie jetzt gerade im Moment, aber zumindest…“
„Danke, Karl!“
Süffisant grinsend nickte der Gruppenleiter dem nächsten zu.
„Ich rasiere mich manchmal unter den Armen … Aber nur im Winter. Und wenn ich alleine bin, sprühe ich mir Raumspray unter die Achseln und singe `Like a virgin´. Ist das vielleicht seltsam?“
„Lebkuchen.“ warf Manfred ein.
Moritz zwang sich endlich dazu, den Mund aufzumachen.
„Entschuldigung, ist das hier etwa gar nicht der Blockflötenkurs?“
Der Gruppenleiter musterte ihn von oben bis unten.
„Nein. Der Blockflötenkurs befindet sich im letzten Raum auf der rechten Seite.“
„Blockflötenkurs.“, Hämisch grinsend ließ er sich das Wort auf der Zunge zergehen, nachdem Moritz den Raum fluchtartig verlassen hatte. „Armer Irrer.“
Der Flaschengeist (Maija)
Bei einem einsamen Spaziergang im Wald fand ich die Flasche. Erst wollte ich sie wegwerfen, denn sie sah schimmlig aus und schmutzig.
Doch da sah ich das Siegel!
Es war neu und völlig unbeschädigt.
Jetzt wurde ich neugierig!
An einem nahen Quellbach wusch ich das merkwürdige Gefäß, und eine reliefartige Schrift erschien auf dem Glas.
"Schau, schau", schoß es mir durch den Kopf, "sogar ein Blinder könnte dies lesen."
Bei näherem Hinschauen entzifferte ich:
'Wer mich nicht besitzt, kann niemals glücklich sein!'
Wer will schon unglücklich sein?
Der unbezwingbare Wunsch, zu den Glücklichen zu gehören, ergriff von mir Besitz und veranlasste mich, das Siegel zu erbrechen.
Der Schock war ebenso kolossal wie das, was sich als Inhalt der Flasche entpuppte:
Weit über die Tannen ragend waberte nebelgleich eine Gestalt, die sich, hundertfach die Form wechselnd, mit ekligem Kichern zu mir niederbeugte.
"Ich werde dich verschlingen", sagte der Nebelmann.
Sein Gesicht hatte Konturen angenommen, so daß die schmatzende Lippenbewegung ganz deutlich zu sehen war.
"Daran zweifle ich nicht", sagte ich möglichst sachlich, doch innerlich bebte ich. "Bevor du mich jedoch verschlingst, könntest du mir noch mitteilen, mit wem ich die Ehre haben werde!"
"Rorret Musnok", röhrte es von oben.
"Schön dumm bist du. Kennst du keine Märchen? Eigentlich solltest du wissen, daß du dich mit deinem Namen in meine Gewalt gibst. Ich weiß nun, woran ich mit dir bin."
"Verflixt", kam es erschrocken aus dem Nebelgewaber, "und ich dachte, du versuchst es mit dem Trick 'Zurück in die Flasche'. Das ist doch das Übliche."
"Dein Fehler, wenn du dich auf das verlässt, was alle tun. Friss, wen du willst, mich jedenfalls nicht."
Ich drehte mich einfach um und ging weg.
Hinter mir hörte ich ein klägliches Wimmern. Als ich mich umwandte sah ich einige Nebelfetzen um einen Baum verwehen, an dessen Fuß eine leere Flasche lag.
Ich setzte meinen Spaziergang fort und fühlte mich ganz und gar glücklich.
Warum denn nicht die Welt zerstören? (Tenschert)
Warum denn nicht die Welt zerstören? Warum sollen wir uns denn überhaupt um die Umwelt kümmern? Ich denke, es ist doch sinnlos unsere Erde zu schützen- wir haben genug Alternativen dazu. Unsere Erde ist doch langweilig- wir kennen sie schon in und auswendig. Wir wissen, wann es Erdbeben und Vulkanausbrüche gibt, können das Wetter vorhersagen und das Klima erwärmen, sogar die Meeresspiegel können wir erhöhen- wir sind schon allmächtig. Andere Planeten oder Galaxien wären etwas neues, und jeder produktive Mensch könnte sich seine Lieblingserde aussuchen. Manche haben sich schon Grundstücke auf dem Mond gekauft. Und wir hätten einen genialen, weiteren Vorteil: Die unproduktiven Menschen wie Arme, Arbeiter, Kinder oder Rentner bräuchten wir nicht länger am Leben zu erhalten- denn nur die echten Menschen, also die, die Geld haben, können weg von der alten Erde. Sie haben auch Roboter mit Steuergeldern erfunden, die die notwendigen Arbeiten erledigen, daher erübrigt sich das Objekt Arbeiter vollständig. Aber auch weitere Probleme würden sich schlagartig lösen: Viele Krankheiten, wie AIDS, die meist nur den Unproduktiven vorbehalten waren, würden sich nicht auf die echten Menschen übertragen. Auch bräuchte man keine Tiere und Pflanzen mehr zu versorgen und würde seine Lebensqualität durch Verminderung von weiteren Krankheiten, sogar Todesfällen enorm erhöhen- Roboter können schon heutzutage schmackhaftes und vitamin- und mineralstoffhaltiges Essen produzieren.
Sollten sie bisher ein Haustier gehabt haben und wollten dieses nicht missen, würden ihnen selbstverständlich unsere vielfältige Auswahl an Robotertieren zur Verfügung- sogar Roboterkinder gibt es in einer Kollektion einer bestimmten Firma! Auch hier liegen die Vorteile auf der Hand: Sie würden rechtlich nicht belangt, sollten sie vergessen, ihr Kind zu füttern oder es im Auto liegen lassen- es ist viel robuster als ein Natürliches!
Und wenn es nervt, schalten sie es einfach ab. Des weiteren brauchen sie auch keine Politik mehr, denn nur die Unproduktiven haben bisher das Zusammenleben nicht verstanden- jeder Mensch kann sich jetzt selbst versorgen, und benötigt daher keine Unterstützung mehr von staatlicher Seite, muss keine Steuern mehr zahlen und auch keine nervigen Talkshows mehr ansehen. Ein ausgewogenes Mann-Frau Verhältnis und die schmerzfreien Beauty- und Love-Pillen sorgen auch dafür, dass ihre körperlichen und seelischen Bedürfnisse stets befriedigt werden. Selbstverständlich können sie auch Drogen konsumieren- eine nervende Polizei existiert ja schließlich nicht.
Warum also sollen wir unsere Erde denn erhalten? Sollen wir alle die Unproduktiven auch noch unterstützen in ihrer Faulheit und in ihrer Widersinnigkeit? Sollen wir uns einschränken lassen, damit andere auf unseren Kosten leben- womöglich der Scheuklappen-Utopie erlegen, dass es nur eine unersetzbare Welt gäbe?
Nein- lasst uns die Welt zerstören! Lebt, so wie ihr wollt- schon der berühmte Psychoanalytiker Freud hat das jedem echten Menschen geraten! Die Wissenschaft steht kurz davor, das System zu vervollständigen, womit die langweilige Erde endgültig verlassen werden kann!
Sind sie von dieser Idee nicht auch schlichtweg begeistert? Möchten sie nicht auch endlich ihren Horizont erweitern?
Dann wählen sie die „Echte Partei“- auf uns ist Verlass!
